Just a dream...?

(von Goofy)

Zu den Geschichten


Prolog


Nun steht meine Entscheidung fest – ich werde meine Heimat verlassen… so viele Fragen! Die Antworten scheinen so fern zu sein. Vielleicht finde ich in den anderen Welten eine Antwort. Ich werde mein Schlüsselschwert mitnehmen. Warum hat es ausgerechnet mich auserwählt? Ich habe keine Besonderen Fähigkeiten. Ich bin lediglich ein Niemand, der in der Organisation VII nur wegen es aufgenommen wurde. Die Organisation… ich kann mich nicht mehr an mein leben erinnern bevor ich eingetreten war. Was war ich vorher für ein Wesen? Und wie ist das Gefühl ein Herz zu haben? Werde ich jemals eines bekommen? Und wenn was wird dann aus mir? Ich packe meine Tasche indem ich meine Kutte überziehe und mich noch einmal versichere, dass das Schlüsselschwert immer noch auf „Befehl“ erscheint. Ich trete vor die Schlosstüren, drehe mich nicht mehr um und gehen durch diese. Niemand weiß von meinem Vorhaben. Ich schleife mich die Straßen entlang. Als es plötzlich von hinter mir tönt:

»Du willst also wirklich gehen?«

»Ich will wissen warum mich das Schlüsselschwert auserkoren hat«

»Du kannst der Organisation nicht einfach den Rücken kehren!«

»Mich würde keiner vermissen…«

»Das stimmt nicht! Ich schon…«

Als ich das hörte liefen mir die Tränen das Gesicht hinunter, doch mein Entschluss war endgültig. Also ging ich weiter und hoffte, dass ich nicht weiter aufgehalten werde.


1. Kapitel

Alles anders...?


An der Wand erschien ein schwarzes Portal und ich trat daraus hervor.

>endlich wieder zu Haus…<,

dachte ich und blickte um mich … doch es sah alles anders aus…ich hielt inne es schien ein Rummel zu sein, in dem viele verschiedene Menschen herum liefen und lautstark tratschten… hatte ich mich in der Welt geirrt? ...nein so etwas ist mir noch nie passiert… Ich war verwirrt. Was ist hier passiert? Woher kommen

die ganzen Menschen? Was ist aus der Organisation XII geworden? Was ist mit Kingdom Hearts passiert? Wer ist für das alles verantwortlich?

Ich mich entschied mal die Stadt zu erkunden. Als ich gerade gehen wollte, hielt mich eine Hand an der Schulter und ich drehte mich blitzartig, voller Hoffnung um. Doch dort stand eine mir unbekannte Person.

»Du scheinst, als ob du Hilfe bräuchtest. Ich kann dir helfen«, sagte sie und grinste ein wenig schief. Und kaum das ich antworten konnte, packte sie mich am Arm und riss mich ins Getümmel mit hinein.

»B…bist du ein Mitglied?«

»Mitglied? Wovon?« die Person sah mich mit einem beängstigenden Blick an.

Ich beschloss das Thema zu wechseln, schüttelte leicht den Kopf um ihr klar zu machen dass ich nicht weiter drauf eingehen will.

»Woher kommen die ganzen Menschen bzw. was machen sie hier??«

»Was sollte sie machen, sie leben hier und heute ist Basar, wie es jeden Mittwoch ist…«

»…«

»ich bin übrigens Razuky«

»freut mich dich kennen zu lernen, ich bin…«, ich hielt kurz inne… sollte ich Razuky meinen richtigen Namen nennen? Wer weiß ob sie mich nicht angelogen hat…

»Ronak…ich komme vom Schloss Aldaines«

»Interessant… na gut… ah, hier ist unsere Zentrale… dieser Turm stand schon als wir diese Welt hier bezogen haben…«

»Bezogen?«,

nun stand es fest ich hatte mich nicht geirrt hier war ich zu haus, aber was passierte mit den anderen der Organisation XII??
»Ja, laut der Legende geschah es vor ca. 300 Jahren: als unseren Vorfahren in diese Welt kamen lief ihnen ein kleiner Junge über den Weg, dieser Junge löschte nach und nach alle hier aus und verschwand dann in so einem Herz…nun war der Weg frei…«

300 Jahre? Dies konnte nicht sein, da ich nur 2 Jahre fort war. Doch ich konnte ja nicht ahnen, dass sich hier alles ändern würde. Ich hätte alles verhindern können. Aber wenn es wirklich 300 Jahre her war, wo war ich dann?? Warum bin ich immer noch ein Kind, oder lebe ich gar nicht mehr? Dass ich nicht existiere war mir klar, aber ich lebte dennoch, oder? Vielleicht habe ich auch mit dem Leben aufgehört, als ich zum Niemand wurde…?

»Kleiner Junge….Hmmm….und er kam nie wieder aus diesem Herz heraus??«

»Nein, es verschwand irgendwann, seit dem haben wir auch keinen Mond mehr…«

Ich sah um mich und erkannte im Hintergrund unser Schloss, das Schloss der Organisation XII… und das Herz… konnte Kingdom Hearts einfach verschwinden? Das Herz aller Welten? Die ganze Arbeit die wir in es hinein gesteckt haben… einfach verschwunden? NEIN das konnte nicht sein!

»Und das Schloss??«

» Ja, das ist zu einer Attraktion geworden«

»…«

»Nun ja, ich muss dann auch mal wieder, aber hier in der Zentrale findest du genügen Info-Zettel oder hilfsbereite Menschen…«,

Razuky lächelte, drehte sich um und verschwand in den Massen. Nun war ich allein. Allein in meiner Heimat und dennoch mir unbekannten Welt. Man sah richtig wie bewohnt alles war, denn überall war Licht in den Häusern und an den Straßen standen Laternen, es war so hell, es hätte eigentlich auch Tag sein können. Dennoch ist es hier immer Nacht. Den Menschen schien dies nichts auszumachen. Ich seufzte und beschloss einmal zum Schloss zu gehen. Ich kaufte mir eine Eintrittskarte und ging hinein. Es war alles so wir ich es zurück gelassen hatte… ein warmes Gefühl durchströmte meinen Körper…obwohl ich kein Herz habe, liebte ich diesen Ort. Und ich musste mich an Axel erinnern, wie wir hier immer Spaß hatten… doch warum bin ich gegangen, obwohl ich wusste das er mich so vermissen würde, warum musste ich unbedingt allein gehen… ich vermisse Axel heute noch…obwohl so gut wie keine Chance bestand dass er noch lebte. Ich seufzte erneut.

>Ich habe meinen einzigen Freund allein zurück gelassen und konnte ihm nicht mal mehr helfen wenn es ihm schlecht erging<,

dachte ich und ging weiter die Treppe hinab. Diese führte in den Kerker. Den hatten wir so gut wie nie gebraucht, nur wenn ein paar Niemande nicht nach Xemnas pfeife tanzten. Aber wirklich umgesehen habe ich mich noch nie hier unten. Ich hatte auch keinen Grund unnötig durchs Schloss zu laufen wenn ich mir doch meine eigenen Türen Prolog

Prolog


Nun steht meine Entscheidung fest – ich werde meine Heimat verlassen… so viele Fragen! Die Antworten scheinen so fern zu sein. Vielleicht finde ich in den anderen Welten eine Antwort. Ich werde mein Schlüsselschwert mitnehmen. Warum hat es ausgerechnet mich auserwählt? Ich habe keine Besonderen Fähigkeiten. Ich bin lediglich ein Niemand, der in der Organisation VII nur wegen es aufgenommen wurde. Die Organisation… ich kann mich nicht mehr an mein leben erinnern bevor ich eingetreten war. Was war ich vorher für ein Wesen? Und wie ist das Gefühl ein Herz zu haben? Werde ich jemals eines bekommen? Und wenn was wird dann aus mir? Ich packe meine Tasche indem ich meine Kutte überziehe und mich noch einmal versichere, dass das Schlüsselschwert immer noch auf „Befehl“ erscheint. Ich trete vor die Schlosstüren, drehe mich nicht mehr um und gehen durch diese. Niemand weiß von meinem Vorhaben. Ich schleife mich die Straßen entlang. Als es plötzlich von hinter mir tönt:

»Du willst also wirklich gehen?«

»Ich will wissen warum mich das Schlüsselschwert auserkoren hat«

»Du kannst der Organisation nicht einfach den Rücken kehren!«

»Mich würde keiner vermissen…«

»Das stimmt nicht! Ich schon…«

Als ich das hörte liefen mir die Tränen das Gesicht hinunter, doch mein Entschluss war endgültig. Also ging ich weiter und hoffte, dass ich nicht weiter aufgehalten werde.
1. Kapitel- Alles anders...?

1. Kapitel

Alles anders...?


An der Wand erschien ein schwarzes Portal und ich trat daraus hervor.

>endlich wieder zu Haus…<,

dachte ich und blickte um mich … doch es sah alles anders aus…ich hielt inne es schien ein Rummel zu sein, in dem viele verschiedene Menschen herum liefen und lautstark tratschten… hatte ich mich in der Welt geirrt? ...nein so etwas ist mir noch nie passiert… Ich war verwirrt. Was ist hier passiert? Woher kommen

die ganzen Menschen? Was ist aus der Organisation XII geworden? Was ist mit Kingdom Hearts passiert? Wer ist für das alles verantwortlich?

Ich mich entschied mal die Stadt zu erkunden. Als ich gerade gehen wollte, hielt mich eine Hand an der Schulter und ich drehte mich blitzartig, voller Hoffnung um. Doch dort stand eine mir unbekannte Person.

»Du scheinst, als ob du Hilfe bräuchtest. Ich kann dir helfen«, sagte sie und grinste ein wenig schief. Und kaum das ich antworten konnte, packte sie mich am Arm und riss mich ins Getümmel mit hinein.

»B…bist du ein Mitglied?«

»Mitglied? Wovon?« die Person sah mich mit einem beängstigenden Blick an.

Ich beschloss das Thema zu wechseln, schüttelte leicht den Kopf um ihr klar zu machen dass ich nicht weiter drauf eingehen will.

»Woher kommen die ganzen Menschen bzw. was machen sie hier??«

»Was sollte sie machen, sie leben hier und heute ist Basar, wie es jeden Mittwoch ist…«

»…«

»ich bin übrigens Razuky«

»freut mich dich kennen zu lernen, ich bin…«, ich hielt kurz inne… sollte ich Razuky meinen richtigen Namen nennen? Wer weiß ob sie mich nicht angelogen hat…

»Ronak…ich komme vom Schloss Aldaines«

»Interessant… na gut… ah, hier ist unsere Zentrale… dieser Turm stand schon als wir diese Welt hier bezogen haben…«

»Bezogen?«,

nun stand es fest ich hatte mich nicht geirrt hier war ich zu haus, aber was passierte mit den anderen der Organisation XII??

»Ja, laut der Legende geschah es vor ca. 300 Jahren: als unseren Vorfahren in diese Welt kamen lief ihnen ein kleiner Junge über den Weg, dieser Junge löschte nach und nach alle hier aus und verschwand dann in so einem Herz…nun war der Weg frei…«

300 Jahre? Dies konnte nicht sein, da ich nur 2 Jahre fort war. Doch ich konnte ja nicht ahnen, dass sich hier alles ändern würde. Ich hätte alles verhindern können. Aber wenn es wirklich 300 Jahre her war, wo war ich dann?? Warum bin ich immer noch ein Kind, oder lebe ich gar nicht mehr? Dass ich nicht existiere war mir klar, aber ich lebte dennoch, oder? Vielleicht habe ich auch mit dem Leben aufgehört, als ich zum Niemand wurde…?

»Kleiner Junge….Hmmm….und er kam nie wieder aus diesem Herz heraus??«

»Nein, es verschwand irgendwann, seit dem haben wir auch keinen Mond mehr…«

Ich sah um mich und erkannte im Hintergrund unser Schloss, das Schloss der Organisation XII… und das Herz… konnte Kingdom Hearts einfach verschwinden? Das Herz aller Welten? Die ganze Arbeit die wir in es hinein gesteckt haben… einfach verschwunden? NEIN das konnte nicht sein!

»Und das Schloss??«

» Ja, das ist zu einer Attraktion geworden«

»…«

»Nun ja, ich muss dann auch mal wieder, aber hier in der Zentrale findest du genügen Info-Zettel oder hilfsbereite Menschen…«,

Razuky lächelte, drehte sich um und verschwand in den Massen. Nun war ich allein. Allein in meiner Heimat und dennoch mir unbekannten Welt. Man sah richtig wie bewohnt alles war, denn überall war Licht in den Häusern und an den Straßen standen Laternen, es war so hell, es hätte eigentlich auch Tag sein können. Dennoch ist es hier immer Nacht. Den Menschen schien dies nichts auszumachen. Ich seufzte und beschloss einmal zum Schloss zu gehen. Ich kaufte mir eine Eintrittskarte und ging hinein. Es war alles so wir ich es zurück gelassen hatte… ein warmes Gefühl durchströmte meinen Körper…obwohl ich kein Herz habe, liebte ich diesen Ort. Und ich musste mich an Axel erinnern, wie wir hier immer Spaß hatten… doch warum bin ich gegangen, obwohl ich wusste das er mich so vermissen würde, warum musste ich unbedingt allein gehen… ich vermisse Axel heute noch…obwohl so gut wie keine Chance bestand dass er noch lebte. Ich seufzte erneut.

>Ich habe meinen einzigen Freund allein zurück gelassen und konnte ihm nicht mal mehr helfen wenn es ihm schlecht erging<,

dachte ich und ging weiter die Treppe hinab. Diese führte in den Kerker. Den hatten wir so gut wie nie gebraucht, nur wenn ein paar Niemande nicht nach Xemnas pfeife tanzten. Aber wirklich umgesehen habe ich mich noch nie hier unten. Ich hatte auch keinen Grund unnötig durchs Schloss zu laufen wenn ich mir doch meine eigenen Türen erschaffen konnte. Plötzlich hielt mich ein do not enter –Schild vom weitergehen ab.

Ich sah mich um, doch hier unten war niemand nicht einmal eine Kamera oder sonstiges angebracht… dieser Teil des Schlosses schien nicht sonderlich besucht zu sein. Ich blickte kurz zurück um mich zu versichern, dass niemand hier war, überschritt das Schild und war nun kurz vorm Saal in dem wir immer tagten…ich wusste noch genau auf welchem Platz wer saß. Ich setzte mich, wie ich es gewohnt war, auf meinen Platz…die Halle kam mir so riesig vor. Xemnas hatte mich ja eigentlich nur wegen des Schlüsselschwertes in die Organisation aufgenommen. Ich hatte mich gegen Hunderten von Herzlosen beweisen müssen. Doch ich hielt jedem Druck stand. Ich musste unbedingt in die Orga-

»Hey du! Junge komm sofort da hinunter! Dies hier ist ein Museum und kein Spielplatz!«

Eine männliche, strenge Stimme riss mich aus den Gedanken. Und irgendwie erzürnte mich dieser Satz!

»Spielplatz? Nein ganz sicher nicht! Und was gibt dir das recht u n s e r Schloss als „Museum“ zu bezeichnen!?!« Mir liefen die Tränen das Gesicht hinunter und ich war kurz davor auf den Mann einzuschlagen, lies aber dann doch von ihm ab. Noch war ich zu Schwach um alle Menschen besiegen zu können. Nachdem ich mich entschuldigt hatte drehte ich mich um, ohne auf ihn einzugehen und verlies den Raum. Ich gab mir einen Ruck und schlenderte die Treppe hinauf, doch Rache stand auf der obersten Tagesordnung.

»Nicht lange und ich werde wieder kehren, also merken Sie sich mein Gesicht!« ,

sagte ich dann zu der etwas irritierten Kassiererin.

»äh ja,… du kannst aber auch ein Jahresticket kaufen… …«

Man sah ihr richtig an wie sie verunsichert war und dennoch versuchte auf den etwas schwierigen Kunden einzugehen. Doch ich ging mit einem Grinsen davon.


>Ein Paar Niemande wären vielleicht als Rückendeckung nicht schlecht<

Ich blickte mich um. In dieser Nebengasse war noch nie etwas los. Hier hatten sich jeglich ein paar Herzlose vor dem Licht versteckt und ihre Zeit vertrieben. Das schien der einzige Platz zu sein, der nicht beleuchtet war. Es war nahezu stockfinster hier. Ich suchte mir ein Stift und ein Blatt Papier um einem Plan auszuarbeiten. Nach einer Weile stellte ich fest, dass ich müde war und kurz davor einzuschlafen. Ich riss mich zusammen und überlegte mir weitere Schritte für den Plan.

>Axel hätte mir bestimmt geholfen<, schoss es mir urplötzlich in die Gedanken, >er kannte ja auch jeden kleinen Hintereingang des Schlosses.< Natürlich hätte ich mir mitten in dem Schloss ein Portal projizieren können, doch ich verwarf diesen Gedanken sofort, da es zu auffällig wäre. >Nun ja du bist nicht wirklich weit gekommen…<, sagte ich zu mir und entschied mich noch ein bisschen die Umgebung zu studieren und endlich auf einen klaren Gedanken zu kommen.


»Hihi guck der Typ da, der hat auch so ein komischen Umhang um!«,

brüllte mir ein ca. 11 jähriges Kind ins Ohr und darauf sein noch kleinerer Begleiter:

»Ja, genauso wie der Typ von vorhin! Die scheint es ja viel zu geben. Wie in einem richtigen Club«

Schlagartig drehte ich mich um

»Sekte!«

»Hä?«

»Nicht „Club“ sondern „Sekte“ ,bitte«

»Was ist denn eine Sekte?«

»Ein Club der v i e l cooler ist und ein richtigen Treff hat, also bevor du das nächste Mal „Club“ in den Mund nimmst überleg vorher ob du cool sein willst oder nicht. Merk dir das, ja?«

»Wow, du weißt echt viel! Und zu einer Sekte gehören auch solche coolen Umhänge?«

»Natürlich! Aber sag mal wo hast du den anderen mit dem „Umhang“ gesehen?«

»Äh ein bisschen weiter die Straße hinunter er ging in die 3. Seitengasse hinein«

»danke«

Ich ging weiter und schüttelte den Kopf wie leichtgläubig die Kinder doch waren. Aber ich hatte ein Anhaltspunkt, dass sich jemand von uns hier war. So schnell ich nur konnte rannte ich die Straße runter. Die letzten paar Meter schlidderte ich, um dann doch noch rechzeitig in die Gasse zu stolpern.


hhh…buääääh«

Tönte es mir entgegen als ich in einen doch recht stabil gebauten Mann rannte. Ich blickte langsam hoch und musste feststellen, dass die Kinder sich wohl geirrt haben, denn diese Person trug zwar eine schwarze Kutte, jedoch war der Mantel nicht annähernd so wie Unserer.

»Nicht, so schnell junger Mann«

»Es… tut mir leid, ich war unvorsichtig.«

Der Mann lächelte und ging weiter. Wie ich es hasste für alle nur ein Kind darzustellen!

Nun war auch mein letzter Funken Hoffnung erloschen, dass die Organisation XII noch bestand. Langsam ging ich die Straßen entlang, hier schien das Viertel reicher zu sein. Gerade noch saßen Bettler auf der Straße und nun funkelte die Stadt aus allen Ecken. Ich streifte zwischen den Menschen umher, wie sie lachten und glücklich waren mach mich nur noch zorniger und einsamer als ich schon war. Ich hörte irgendwann auf, meine Umgebung zu beachten, dennoch erregte ein Geschäft meine Aufmerksamkeit. Es war ein Sklavenverkauf. Was auch immer ich darin wollte, ich ging hinein, erntete zwar skeptische Blicke der anderen Kunden, aber das war mir e Umgebung zu beachten, dennoch erregte ein Geschäft meine Aufmerksamkeit. Es war ein Sklavenverkauf. Was auch immer ich darin wollte, ich ging hinein, erntete zwar skeptische Blicke der anderen Kunden, aber das war mir egal, ich lief immer tiefer in das Geschäft und sah mir nach und nach die verschiedenen Sklaven an, wie sie sich an das Gitter ihres Käfigs hingen und einen bettelnd ansahen. Neben jeder Zelle stand ein Schild- es erinnerte an die Informationsschilder im Zoo- auf dem die Anzahl der Personen, ihre Fähigkeiten und Alter drauf standen. Als ich ganz hinten ankam las ich vor der letzen Zelle, dass es insgesamt 5 Inhaftierte waren, jedoch hingen nur 4 an dem Gitter, um sich zu präsentieren. Aber sie nahmen auch den gesamten Platz ein, sodass man nicht sehen konnte wer der 5. war.

»Tretet zur Seite!«

Mein Tonfall überraschte mich selbst. Er kam mir fremd vor, als ob ich diesen Satz nicht gesagt hätte, sondern jemand Anderes. Aber auch zu meinem Überraschen spurten die 4 ohne eine winzigkleine Bemerkung. Der vermisste 5. saß lässig auf einem Ding, das wahrscheinlich eine Art Bett darstellen sollte. Man sah jedoch nur die Umrisse, da er im Schatten saß.

»He, du! Du da hinten! Komm mal nach vorn, ich will dich näher betrachten!«

Dieser Tonfall schien sich gerade bei mir festgesetzt zu haben, denn ich konnte ihn nicht ablegen.

»Ich wäre ganz bestimmt ein schlechter Sklave. Mach dir keine Hoffnung, ich verharre hier schon länger als jeder Andere, also warum solltest gerade DU an mir gefallen finden?«

»…«

Ich war wie gebannt. Diese Stimme war mir nicht nur Vertraut, nein sie war ein Teil meines Lebens geworden. Mir stockte der Atem. Nun war ich der Verwirrte. Ohne zu wissen was ich tun sollte, entschied ich mich zu antworten, auch wenn ich keine vollständigen Sätze mehr aus mir heraus bekam:

»Weil…ich nur…«,

>Was „nur“< schoss mir durch den Kopf, denn ich hatte keine Ahnung wie ich ihm klar machen konnte, wer ich bin, ohne dass die Anderen Wind bekämen.

»…Niemande dulde.«

Und siehe an, er schien verwirrt zu sein, sogar ein bisschen zusammen zu zucken. Er erhob sich, trat ins Licht, aber wagte es nicht aufzublicken, sah stets auf den Boden. Er hatte seine Kapuze über dem Kopf gezogen. Die anderen 4 Sklaven schienen sich vor ihm zu fürchten, denn sie machten ihm Platz. Erst als er dicht vor mir stand blickte er mich an und in seinem Gesicht machte sich ein breites Grinsen bemerkbar. Ich sah nicht viel von ihm aber seine roten Haare kitzelten mir im Gesicht.



2.Kapitel

kleine Fortschritte


Axel strahlte wie ein heller Stern. Er musste wohl schon alle Hoffnungen aufgegeben haben. So glücklich war er schon lange nicht mehr und es bewegte mich zu tiefst, dass er sich nur wegen mir freute.

»Es ist wie früher, nur dass uns dieses Gitter trennt«

Es klang zwar ein bisschen schnulzig, aber wo er Recht hat, hat er Recht. Axel streichelte mir übers Haar, vergriff sich dann in es und zog mein Gesicht näher zu sich heran:

»Hol mir hier raus! Und beeile dich, Roxas!«

Dann lies er von mir ab und drehte sich wieder, um auf seinen Platz zu gehen, doch ich griff nach seinem Arm und schüttelte den Kopf

»Tststs...nicht in diesem Ton mit deinem zukünftigen Herrn!«

Ich machte eine Bewegung um Axel mitzuteilen, dass ich kein Geld hab und erst etwas verdienen muss. Lächelnd drehte ich mich um, ging nach vorn und wurde auch sogleich von einem älteren Mann mit Glatze empfangen:

»Mein Herr, haben Sie Interesse an einem meiner Männer gefunden?«

»Hmmm… Sie haben schon ein paar gute Männer, jedoch scheint es mir so, als bräuchten manche noch richtige Erziehung.«

»Ah, Sie sprechen den Mann in der letzten Zelle an…Er ist etwas schwierig, aber wenn Sie ihn haben wollen, lässt sich auch gewiss im Preis etwas machen: meine Männer verkaufe ich normalerweise für 2000 Taler, aber Sie müssen für ihn nur 1500 Taler Zahlen.«

»1500 Taler für einen solch ungehorsamen Strolch? Nein… darauf lasse ich mich nicht ein: 1000 Taler«

»1250 und keinen weniger!«

»Hmmm… abgemacht 1250 Taler. Ich werde Ihnen nachher das Geld bringen, dann will ich meinen Mann in Topzustand sehen!«

Nach dem, verlies ich das Geschäft und war überrascht, dass der Preis so gedrückt wurde. Aber ich musste erst einmal so viel Geld zusammen kriegen. Ich erinnerte mich, dass man ich Twillight Town schnell ein paar Taler verdienen konnte. Dennoch musst ich mich beeilen, rannte zurück in die dunkle Nebengasse. Dort angelangt, legte ich mein Hand an die Wand und schon hatte ich mein Portal nach Twillight Town. Ich kam mitten im Tram-Forum raus, doch zu meinem Glück war Niemand hier, der mich gesehen haben könnte. Ich lief ein wenig herum und entdeckte recht bald ein Aushängeplakat Prolog

Prolog


Nun steht meine Entscheidung fest – ich werde meine Heimat verlassen… so viele Fragen! Die Antworten scheinen so fern zu sein. Vielleicht finde ich in den anderen Welten eine Antwort. Ich werde mein Schlüsselschwert mitnehmen. Warum hat es ausgerechnet mich auserwählt? Ich habe keine Besonderen Fähigkeiten. Ich bin lediglich ein Niemand, der in der Organisation VII nur wegen es aufgenommen wurde. Die Organisation… ich kann mich nicht mehr an mein leben erinnern bevor ich eingetreten war. Was war ich vorher für ein Wesen? Und wie ist das Gefühl ein Herz zu haben? Werde ich jemals eines bekommen? Und wenn was wird dann aus mir? Ich packe meine Tasche indem ich meine Kutte überziehe und mich noch einmal versichere, dass das Schlüsselschwert immer noch auf „Befehl“ erscheint. Ich trete vor die Schlosstüren, drehe mich nicht mehr um und gehen durch diese. Niemand weiß von meinem Vorhaben. Ich schleife mich die Straßen entlang. Als es plötzlich von hinter mir tönt:

»Du willst also wirklich gehen?«

»Ich will wissen warum mich das Schlüsselschwert auserkoren hat«

»Du kannst der Organisation nicht einfach den Rücken kehren!«

»Mich würde keiner vermissen…«

»Das stimmt nicht! Ich schon…«

Als ich das hörte liefen mir die Tränen das Gesicht hinunter, doch mein Entschluss war endgültig. Also ging ich weiter und hoffte, dass ich nicht weiter aufgehalten werde.
1. Kapitel- Alles anders...?

1. Kapitel

Alles anders...?


An der Wand erschien ein schwarzes Portal und ich trat daraus hervor.

>endlich wieder zu Haus…<,

dachte ich und blickte um mich … doch es sah alles anders aus…ich hielt inne es schien ein Rummel zu sein, in dem viele verschiedene Menschen herum liefen und lautstark tratschten… hatte ich mich in der Welt geirrt? ...nein so etwas ist mir noch nie passiert… Ich war verwirrt. Was ist hier passiert? Woher kommen

die ganzen Menschen? Was ist aus der Organisation XII geworden? Was ist mit Kingdom Hearts passiert? Wer ist für das alles verantwortlich?

Ich mich entschied mal die Stadt zu erkunden. Als ich gerade gehen wollte, hielt mich eine Hand an der Schulter und ich drehte mich blitzartig, voller Hoffnung um. Doch dort stand eine mir unbekannte Person.

»Du scheinst, als ob du Hilfe bräuchtest. Ich kann dir helfen«, sagte sie und grinste ein wenig schief. Und kaum das ich antworten konnte, packte sie mich am Arm und riss mich ins Getümmel mit hinein.

»B…bist du ein Mitglied?«

»Mitglied? Wovon?« die Person sah mich mit einem beängstigenden Blick an.

Ich beschloss das Thema zu wechseln, schüttelte leicht den Kopf um ihr klar zu machen dass ich nicht weiter drauf eingehen will.

»Woher kommen die ganzen Menschen bzw. was machen sie hier??«

»Was sollte sie machen, sie leben hier und heute ist Basar, wie es jeden Mittwoch ist…«

»…«

»ich bin übrigens Razuky«

»freut mich dich kennen zu lernen, ich bin…«, ich hielt kurz inne… sollte ich Razuky meinen richtigen Namen nennen? Wer weiß ob sie mich nicht angelogen hat…

»Ronak…ich komme vom Schloss Aldaines«

»Interessant… na gut… ah, hier ist unsere Zentrale… dieser Turm stand schon als wir diese Welt hier bezogen haben…«

»Bezogen?«,

nun stand es fest ich hatte mich nicht geirrt hier war ich zu haus, aber was passierte mit den anderen der Organisation XII??

»Ja, laut der Legende geschah es vor ca. 300 Jahren: als unseren Vorfahren in diese Welt kamen lief ihnen ein kleiner Junge über den Weg, dieser Junge löschte nach und nach alle hier aus und verschwand dann in so einem Herz…nun war der Weg frei…«

300 Jahre? Dies konnte nicht sein, da ich nur 2 Jahre fort war. Doch ich konnte ja nicht ahnen, dass sich hier alles ändern würde. Ich hätte alles verhindern können. Aber wenn es wirklich 300 Jahre her war, wo war ich dann?? Warum bin ich immer noch ein Kind, oder lebe ich gar nicht mehr? Dass ich nicht existiere war mir klar, aber ich lebte dennoch, oder? Vielleicht habe ich auch mit dem Leben aufgehört, als ich zum Niemand wurde…?

»Kleiner Junge….Hmmm….und er kam nie wieder aus diesem Herz heraus??«

»Nein, es verschwand irgendwann, seit dem haben wir auch keinen Mond mehr…«

Ich sah um mich und erkannte im Hintergrund unser Schloss, das Schloss der Organisation XII… und das Herz… konnte Kingdom Hearts einfach verschwinden? Das Herz aller Welten? Die ganze Arbeit die wir in es hinein gesteckt haben… einfach verschwunden? NEIN das konnte nicht sein!

»Und das Schloss??«

» Ja, das ist zu einer Attraktion geworden«

»…«

»Nun ja, ich muss dann auch mal wieder, aber hier in der Zentrale findest du genügen Info-Zettel oder hilfsbereite Menschen…«,

Razuky lächelte, drehte sich um und verschwand in den Massen. Nun war ich allein. Allein in meiner Heimat und dennoch mir unbekannten Welt. Man sah richtig wie bewohnt alles war, denn überall war Licht in den Häusern und an den Straßen standen Laternen, es war so hell, es hätte eigentlich auch Tag sein können. Dennoch ist es hier immer Nacht. Den Menschen schien dies nichts auszumachen. Ich seufzte und beschloss einmal zum Schloss zu gehen. Ich kaufte mir eine Eintrittskarte und ging hinein. Es war alles so wir ich es zurück gelassen hatte… ein warmes Gefühl durchströmte meinen Körper…obwohl ich kein Herz habe, liebte ich diesen Ort. Und ich musste mich an Axel erinnern, wie wir hier immer Spaß hatten… doch warum bin ich gegangen, obwohl ich wusste das er mich so vermissen würde, warum musste ich unbedingt allein gehen… ich vermisse Axel heute noch…obwohl so gut wie keine Chance bestand dass er noch lebte. Ich seufzte erneut.

>Ich habe meinen einzigen Freund allein zurück gelassen und konnte ihm nicht mal mehr helfen wenn es ihm schlecht erging<,

dachte ich und ging weiter die Treppe hinab. Diese führte in den Kerker. Den hatten wir so gut wie nie gebraucht, nur wenn ein paar Niemande nicht nach Xemnas pfeife tanzten. Aber wirklich umgesehen habe ich mich noch nie hier unten. Ich hatte auch keinen Grund unnötig durchs Schloss zu laufen wenn ich mir doch meine eigenen Türen erschaffen konnte. Plötzlich hielt mich ein do not enter –Schild vom weitergehen ab.

Ich sah mich um, doch hier unten war niemand nicht einmal eine Kamera oder sonstiges angebracht… dieser Teil des Schlosses schien nicht sonderlich besucht zu sein. Ich blickte kurz zurück um mich zu versichern, dass niemand hier war, überschritt das Schild und war nun kurz vorm Saal in dem wir immer tagten…ich wusste noch genau auf welchem Platz wer saß. Ich setzte mich, wie ich es gewohnt war, auf meinen Platz…die Halle kam mir so riesig vor. Xemnas hatte mich ja eigentlich nur wegen des Schlüsselschwertes in die Organisation aufgenommen. Ich hatte mich gegen Hunderten von Herzlosen beweisen müssen. Doch ich hielt jedem Druck stand. Ich musste unbedingt in die Orga-

»Hey du! Junge komm sofort da hinunter! Dies hier ist ein Museum und kein Spielplatz!«

Eine männliche, strenge Stimme riss mich aus den Gedanken. Und irgendwie erzürnte mich dieser Satz!

»Spielplatz? Nein ganz sicher nicht! Und was gibt dir das recht u n s e r Schloss als „Museum“ zu bezeichnen!?!« Mir liefen die Tränen das Gesicht hinunter und ich war kurz davor auf den Mann einzuschlagen, lies aber dann doch von ihm ab. Noch war ich zu Schwach um alle Menschen besiegen zu können. Nachdem ich mich entschuldigt hatte drehte ich mich um, ohne auf ihn einzugehen und verlies den Raum. Ich gab mir einen Ruck und schlenderte die Treppe hinauf, doch Rache stand auf der obersten Tagesordnung.

»Nicht lange und ich werde wieder kehren, also merken Sie sich mein Gesicht!« ,

sagte ich dann zu der etwas irritierten Kassiererin.

»äh ja,… du kannst aber auch ein Jahresticket kaufen… …«

Man sah ihr richtig an wie sie verunsichert war und dennoch versuchte auf den etwas schwierigen Kunden einzugehen. Doch ich ging mit einem Grinsen davon.


>Ein Paar Niemande wären vielleicht als Rückendeckung nicht schlecht<

Ich blickte mich um. In dieser Nebengasse war noch nie etwas los. Hier hatten sich jeglich ein paar Herzlose vor dem Licht versteckt und ihre Zeit vertrieben. Das schien der einzige Platz zu sein, der nicht beleuchtet war. Es war nahezu stockfinster hier. Ich suchte mir ein Stift und ein Blatt Papier um einem Plan auszuarbeiten. Nach einer Weile stellte ich fest, dass ich müde war und kurz davor einzuschlafen. Ich riss mich zusammen und überlegte mir weitere Schritte für den Plan.

>Axel hätte mir bestimmt geholfen<, schoss es mir urplötzlich in die Gedanken, >er kannte ja auch jeden kleinen Hintereingang des Schlosses.< Natürlich hätte ich mir mitten in dem Schloss ein Portal projizieren können, doch ich verwarf diesen Gedanken sofort, da es zu auffällig wäre. >Nun ja du bist nicht wirklich weit gekommen…<, sagte ich zu mir und entschied mich noch ein bisschen die Umgebung zu studieren und endlich auf einen klaren Gedanken zu kommen.


»Hihi guck der Typ da, der hat auch so ein komischen Umhang um!«,

brüllte mir ein ca. 11 jähriges Kind ins Ohr und darauf sein noch kleinerer Begleiter:

»Ja, genauso wie der Typ von vorhin! Die scheint es ja viel zu geben. Wie in einem richtigen Club«

Schlagartig drehte ich mich um

»Sekte!«

»Hä?«

»Nicht „Club“ sondern „Sekte“ ,bitte«

»Was ist denn eine Sekte?«

»Ein Club der v i e l cooler ist und ein richtigen Treff hat, also bevor du das nächste Mal „Club“ in den Mund nimmst überleg vorher ob du cool sein willst oder nicht. Merk dir das, ja?«

»Wow, du weißt echt viel! Und zu einer Sekte gehören auch solche coolen Umhänge?«

»Natürlich! Aber sag mal wo hast du den anderen mit dem „Umhang“ gesehen?«

»Äh ein bisschen weiter die Straße hinunter er ging in die 3. Seitengasse hinein«

»danke«

Ich ging weiter und schüttelte den Kopf wie leichtgläubig die Kinder doch waren. Aber ich hatte ein Anhaltspunkt, dass sich jemand von uns hier war. So schnell ich nur konnte rannte ich die Straße runter. Die letzten paar Meter schlidderte ich, um dann doch noch rechzeitig in die Gasse zu stolpern.


hhh…buääääh«

Tönte es mir entgegen als ich in einen doch recht stabil gebauten Mann rannte. Ich blickte langsam hoch und musste feststellen, dass die Kinder sich wohl geirrt haben, denn diese Person trug zwar eine schwarze Kutte, jedoch war der Mantel nicht annähernd so wie Unserer.

»Nicht, so schnell junger Mann«

»Es… tut mir leid, ich war unvorsichtig.«

Der Mann lächelte und ging weiter. Wie ich es hasste für alle nur ein Kind darzustellen!

Nun war auch mein letzter Funken Hoffnung erloschen, dass die Organisation XII noch bestand. Langsam ging ich die Straßen entlang, hier schien das Viertel reicher zu sein. Gerade noch saßen Bettler auf der Straße und nun funkelte die Stadt aus allen Ecken. Ich streifte zwischen den Menschen umher, wie sie lachten und glücklich waren mach mich nur noch zorniger und einsamer als ich schon war. Ich hörte irgendwann auf, meine Umgebung zu beachten, dennoch erregte ein Geschäft meine Aufmerksamkeit. Es war ein Sklavenverkauf. Was auch immer ich darin wollte, ich ging hinein, erntete zwar skeptische Blicke der anderen Kunden, aber das war mir egal, ich lief immer tiefer in das Geschäft und sah mir nach und nach die verschiedenen Sklaven an, wie sie sich an das Gitter ihres Käfigs hingen und einen bettelnd ansahen. Neben jeder Zelle stand ein Schild- es erinnerte an die Informationsschilder im Zoo- auf dem die Anzahl der Personen, ihre Fähigkeiten und Alter drauf standen. Als ich ganz hinten ankam las ich vor der letzen Zelle, dass es insgesamt 5 Inhaftierte waren, jedoch hingen nur 4 an dem Gitter, um sich zu präsentieren. Aber sie nahmen auch den gesamten Platz ein, sodass man nicht sehen konnte wer der 5. war.

»Tretet zur Seite!«

Mein Tonfall überraschte mich selbst. Er kam mir fremd vor, als ob ich diesen Satz nicht gesagt hätte, sondern jemand Anderes. Aber auch zu meinem Überraschen spurten die 4 ohne eine winzigkleine Bemerkung. Der vermisste 5. saß lässig auf einem Ding, das wahrscheinlich eine Art Bett darstellen sollte. Man sah jedoch nur die Umrisse, da er im Schatten saß.

»He, du! Du da hinten! Komm mal nach vorn, ich will dich näher betrachten!«

Dieser Tonfall schien sich gerade bei mir festgesetzt zu haben, denn ich konnte ihn nicht ablegen.

»Ich wäre ganz bestimmt ein schlechter Sklave. Mach dir keine Hoffnung, ich verharre hier schon länger als jeder Andere, also warum solltest gerade DU an mir gefallen finden?«

»…«

Ich war wie gebannt. Diese Stimme war mir nicht nur Vertraut, nein sie war ein Teil meines Lebens geworden. Mir stockte der Atem. Nun war ich der Verwirrte. Ohne zu wissen was ich tun sollte, entschied ich mich zu antworten, auch wenn ich keine vollständigen Sätze mehr aus mir heraus bekam:

»Weil…ich nur…«,

>Was „nur“< schoss mir durch den Kopf, denn ich hatte keine Ahnung wie ich ihm klar machen konnte, wer ich bin, ohne dass die Anderen Wind bekämen.

»…Niemande dulde.«

Und siehe an, er schien verwirrt zu sein, sogar ein bisschen zusammen zu zucken. Er erhob sich, trat ins Licht, aber wagte es nicht aufzublicken, sah stets auf den Boden. Er hatte seine Kapuze über dem Kopf gezogen. Die anderen 4 Sklaven schienen sich vor ihm zu fürchten, denn sie machten ihm Platz. Erst als er dicht vor mir stand blickte er mich an und in seinem Gesicht machte sich ein breites Grinsen bemerkbar. Ich sah nicht viel von ihm aber seine roten Haare kitzelten mir im Gesicht.
2.Kapitel- kleine Fortschritte

2.Kapitel

kleine Fortschritte


Axel strahlte wie ein heller Stern. Er musste wohl schon alle Hoffnungen aufgegeben haben. So glücklich war er schon lange nicht mehr und es bewegte mich zu tiefst, dass er sich nur wegen mir freute.

»Es ist wie früher, nur dass uns dieses Gitter trennt«

Es klang zwar ein bisschen schnulzig, aber wo er Recht hat, hat er Recht. Axel streichelte mir übers Haar, vergriff sich dann in es und zog mein Gesicht näher zu sich heran:

»Hol mir hier raus! Und beeile dich, Roxas!«

Dann lies er von mir ab und drehte sich wieder, um auf seinen Platz zu gehen, doch ich griff nach seinem Arm und schüttelte den Kopf

»Tststs...nicht in diesem Ton mit deinem zukünftigen Herrn!«

Ich machte eine Bewegung um Axel mitzuteilen, dass ich kein Geld hab und erst etwas verdienen muss. Lächelnd drehte ich mich um, ging nach vorn und wurde auch sogleich von einem älteren Mann mit Glatze empfangen:

»Mein Herr, haben Sie Interesse an einem meiner Männer gefunden?«

»Hmmm… Sie haben schon ein paar gute Männer, jedoch scheint es mir so, als bräuchten manche noch richtige Erziehung.«

»Ah, Sie sprechen den Mann in der letzten Zelle an…Er ist etwas schwierig, aber wenn Sie ihn haben wollen, lässt sich auch gewiss im Preis etwas machen: meine Männer verkaufe ich normalerweise für 2000 Taler, aber Sie müssen für ihn nur 1500 Taler Zahlen.«

»1500 Taler für einen solch ungehorsamen Strolch? Nein… darauf lasse ich mich nicht ein: 1000 Taler«

»1250 und keinen weniger!«

»Hmmm… abgemacht 1250 Taler. Ich werde Ihnen nachher das Geld bringen, dann will ich meinen Mann in Topzustand sehen!«

Nach dem, verlies ich das Geschäft und war überrascht, dass der Preis so gedrückt wurde. Aber ich musste erst einmal so viel Geld zusammen kriegen. Ich erinnerte mich, dass man ich Twillight Town schnell ein paar Taler verdienen konnte. Dennoch musst ich mich beeilen, rannte zurück in die dunkle Nebengasse. Dort angelangt, legte ich mein Hand an die Wand und schon hatte ich mein Portal nach Twillight Town. Ich kam mitten im Tram-Forum raus, doch zu meinem Glück war Niemand hier, der mich gesehen haben könnte. Ich lief ein wenig herum und entdeckte recht bald ein Aushängeplakat mit Jobs:

„Plakate ankleben“

„Müll entsorgen“

„Bienen jagen“

Ich suchte mir jeweils die Adressen der betroffenen Personen heraus und erledigte Job für Job. Ich begann damit die Bienen zu jagen und meine „Arbeitsgeberin“ war überrascht wie schnell ich fertig war und gab mir 50 Taler. Danach entsorgte ich Müll. Ich ging durch ganz Twillight Town und sammelte den Müll ein. Nach ca. 1 Stund kam ich mit einem riesen Sack Müll an und bekam 150 Taler. Als aller letztes ging ich Plakate ankleben. Der Mann schien es eilig zu haben und meinte umso schneller ich wäre umso mehr Geld würde ich bekommen. Und auch diese Aufgabe brachte ich hinter mich um dann anschließend 200 Taler zu verdienen. Nun hatte ich schon 500 Taler in ca. 1 ½ Stunden. Ich ging die Anhöhe weiter und dort hing ein weiterer Aushang:

„Briefe austragen“

„Lieferung vom Bergbau“

„Ballkünstler“

Und auch hier erledigte ich jeden Job so gut ich konnte, versagte jedoch in dem Umgang mit dem Ball. Und auch beim Liefern von Säcken in eine Garage brach ich nach einer Weile zusammen. Aber ich durfte nicht Aufgeben! Ich versuchte es immer wieder und verdiente mir mit meinen 500 Talern insgesamt 1100 Taler. Total K.O. schleifte ich mich durch die Straßen… Mir fehlten immer noch 150 Taler um Axel zu befreien. Müde und mit letzter Kraft erschaffte ich mir mein Portal zurück in die dunkle Gasse. Ich seufzte und überlegte ich mir wie ich noch 150 Taler zusammen bekommen konnte. Hier musste es doch auch Geld zu verdienen geben. Ich ging zu Zentrale um mich zu erkundigen. Doch ich kam nicht dazu, denn ich traf mitten im Getümmel Razuky wieder. Sie Lächelte:

»So trifft man sich wieder«

Ich nickte nur…

»Weißt du wo man hier ein bisschen Geld verdienen kann?«

»Geld? Bist wohl knapp bei Kasse… hmmm eigentlich hat hier jeder eine feste Arbeitsstelle. Wie viel Taler brauchst du denn??«

»150… «

»… weißt du was? Ich kann dir etwas leihen, 150 sind ja nicht allzu viel«

>150? Nicht viel?? Sie muss ja viel verdienen.<,

Ich war mir unsicher, aber ging drauf ein. Aber sie verlangte die Taler irgendwann zurück und gab mir deshalb ihre Adresse. Doch dies war für mich in diesem Moment nicht wichtig und ich machte mir auch keine Gedanken, warum sie mir so urplötzlich Geld geliehen hat. Ich rannte so schnell ich nur konnte zurück zu dem Sklavenhändler, Prolog

Prolog


Nun steht meine Entscheidung fest – ich werde meine Heimat verlassen… so viele Fragen! Die Antworten scheinen so fern zu sein. Vielleicht finde ich in den anderen Welten eine Antwort. Ich werde mein Schlüsselschwert mitnehmen. Warum hat es ausgerechnet mich auserwählt? Ich habe keine Besonderen Fähigkeiten. Ich bin lediglich ein Niemand, der in der Organisation VII nur wegen es aufgenommen wurde. Die Organisation… ich kann mich nicht mehr an mein leben erinnern bevor ich eingetreten war. Was war ich vorher für ein Wesen? Und wie ist das Gefühl ein Herz zu haben? Werde ich jemals eines bekommen? Und wenn was wird dann aus mir? Ich packe meine Tasche indem ich meine Kutte überziehe und mich noch einmal versichere, dass das Schlüsselschwert immer noch auf „Befehl“ erscheint. Ich trete vor die Schlosstüren, drehe mich nicht mehr um und gehen durch diese. Niemand weiß von meinem Vorhaben. Ich schleife mich die Straßen entlang. Als es plötzlich von hinter mir tönt:

»Du willst also wirklich gehen?«

»Ich will wissen warum mich das Schlüsselschwert auserkoren hat«

»Du kannst der Organisation nicht einfach den Rücken kehren!«

»Mich würde keiner vermissen…«

»Das stimmt nicht! Ich schon…«

Als ich das hörte liefen mir die Tränen das Gesicht hinunter, doch mein Entschluss war endgültig. Also ging ich weiter und hoffte, dass ich nicht weiter aufgehalten werde.
1. Kapitel- Alles anders...?

1. Kapitel

Alles anders...?


An der Wand erschien ein schwarzes Portal und ich trat daraus hervor.

>endlich wieder zu Haus…<,

dachte ich und blickte um mich … doch es sah alles anders aus…ich hielt inne es schien ein Rummel zu sein, in dem viele verschiedene Menschen herum liefen und lautstark tratschten… hatte ich mich in der Welt geirrt? ...nein so etwas ist mir noch nie passiert… Ich war verwirrt. Was ist hier passiert? Woher kommen

die ganzen Menschen? Was ist aus der Organisation XII geworden? Was ist mit Kingdom Hearts passiert? Wer ist für das alles verantwortlich?

Ich mich entschied mal die Stadt zu erkunden. Als ich gerade gehen wollte, hielt mich eine Hand an der Schulter und ich drehte mich blitzartig, voller Hoffnung um. Doch dort stand eine mir unbekannte Person.

»Du scheinst, als ob du Hilfe bräuchtest. Ich kann dir helfen«, sagte sie und grinste ein wenig schief. Und kaum das ich antworten konnte, packte sie mich am Arm und riss mich ins Getümmel mit hinein.

»B…bist du ein Mitglied?«

»Mitglied? Wovon?« die Person sah mich mit einem beängstigenden Blick an.

Ich beschloss das Thema zu wechseln, schüttelte leicht den Kopf um ihr klar zu machen dass ich nicht weiter drauf eingehen will.

»Woher kommen die ganzen Menschen bzw. was machen sie hier??«

»Was sollte sie machen, sie leben hier und heute ist Basar, wie es jeden Mittwoch ist…«

»…«

»ich bin übrigens Razuky«

»freut mich dich kennen zu lernen, ich bin…«, ich hielt kurz inne… sollte ich Razuky meinen richtigen Namen nennen? Wer weiß ob sie mich nicht angelogen hat…

»Ronak…ich komme vom Schloss Aldaines«

»Interessant… na gut… ah, hier ist unsere Zentrale… dieser Turm stand schon als wir diese Welt hier bezogen haben…«

»Bezogen?«,

nun stand es fest ich hatte mich nicht geirrt hier war ich zu haus, aber was passierte mit den anderen der Organisation XII??

»Ja, laut der Legende geschah es vor ca. 300 Jahren: als unseren Vorfahren in diese Welt kamen lief ihnen ein kleiner Junge über den Weg, dieser Junge löschte nach und nach alle hier aus und verschwand dann in so einem Herz…nun war der Weg frei…«

300 Jahre? Dies konnte nicht sein, da ich nur 2 Jahre fort war. Doch ich konnte ja nicht ahnen, dass sich hier alles ändern würde. Ich hätte alles verhindern können. Aber wenn es wirklich 300 Jahre her war, wo war ich dann?? Warum bin ich immer noch ein Kind, oder lebe ich gar nicht mehr? Dass ich nicht existiere war mir klar, aber ich lebte dennoch, oder? Vielleicht habe ich auch mit dem Leben aufgehört, als ich zum Niemand wurde…?

»Kleiner Junge….Hmmm….und er kam nie wieder aus diesem Herz heraus??«

»Nein, es verschwand irgendwann, seit dem haben wir auch keinen Mond mehr…«

Ich sah um mich und erkannte im Hintergrund unser Schloss, das Schloss der Organisation XII… und das Herz… konnte Kingdom Hearts einfach verschwinden? Das Herz aller Welten? Die ganze Arbeit die wir in es hinein gesteckt haben… einfach verschwunden? NEIN das konnte nicht sein!

»Und das Schloss??«

» Ja, das ist zu einer Attraktion geworden«

»…«

»Nun ja, ich muss dann auch mal wieder, aber hier in der Zentrale findest du genügen Info-Zettel oder hilfsbereite Menschen…«,

Razuky lächelte, drehte sich um und verschwand in den Massen. Nun war ich allein. Allein in meiner Heimat und dennoch mir unbekannten Welt. Man sah richtig wie bewohnt alles war, denn überall war Licht in den Häusern und an den Straßen standen Laternen, es war so hell, es hätte eigentlich auch Tag sein können. Dennoch ist es hier immer Nacht. Den Menschen schien dies nichts auszumachen. Ich seufzte und beschloss einmal zum Schloss zu gehen. Ich kaufte mir eine Eintrittskarte und ging hinein. Es war alles so wir ich es zurück gelassen hatte… ein warmes Gefühl durchströmte meinen Körper…obwohl ich kein Herz habe, liebte ich diesen Ort. Und ich musste mich an Axel erinnern, wie wir hier immer Spaß hatten… doch warum bin ich gegangen, obwohl ich wusste das er mich so vermissen würde, warum musste ich unbedingt allein gehen… ich vermisse Axel heute noch…obwohl so gut wie keine Chance bestand dass er noch lebte. Ich seufzte erneut.

>Ich habe meinen einzigen Freund allein zurück gelassen und konnte ihm nicht mal mehr helfen wenn es ihm schlecht erging<,

dachte ich und ging weiter die Treppe hinab. Diese führte in den Kerker. Den hatten wir so gut wie nie gebraucht, nur wenn ein paar Niemande nicht nach Xemnas pfeife tanzten. Aber wirklich umgesehen habe ich mich noch nie hier unten. Ich hatte auch keinen Grund unnötig durchs Schloss zu laufen wenn ich mir doch meine eigenen Türen erschaffen konnte. Plötzlich hielt mich ein do not enter –Schild vom weitergehen ab.

Ich sah mich um, doch hier unten war niemand nicht einmal eine Kamera oder sonstiges angebracht… dieser Teil des Schlosses schien nicht sonderlich besucht zu sein. Ich blickte kurz zurück um mich zu versichern, dass niemand hier war, überschritt das Schild und war nun kurz vorm Saal in dem wir immer tagten…ich wusste noch genau auf welchem Platz wer saß. Ich setzte mich, wie ich es gewohnt war, auf meinen Platz…die Halle kam mir so riesig vor. Xemnas hatte mich ja eigentlich nur wegen des Schlüsselschwertes in die Organisation aufgenommen. Ich hatte mich gegen Hunderten von Herzlosen beweisen müssen. Doch ich hielt jedem Druck stand. Ich musste unbedingt in die Orga-

»Hey du! Junge komm sofort da hinunter! Dies hier ist ein Museum und kein Spielplatz!«

Eine männliche, strenge Stimme riss mich aus den Gedanken. Und irgendwie erzürnte mich dieser Satz!

»Spielplatz? Nein ganz sicher nicht! Und was gibt dir das recht u n s e r Schloss als „Museum“ zu bezeichnen!?!« Mir liefen die Tränen das Gesicht hinunter und ich war kurz davor auf den Mann einzuschlagen, lies aber dann doch von ihm ab. Noch war ich zu Schwach um alle Menschen besiegen zu können. Nachdem ich mich entschuldigt hatte drehte ich mich um, ohne auf ihn einzugehen und verlies den Raum. Ich gab mir einen Ruck und schlenderte die Treppe hinauf, doch Rache stand auf der obersten Tagesordnung.

»Nicht lange und ich werde wieder kehren, also merken Sie sich mein Gesicht!« ,

sagte ich dann zu der etwas irritierten Kassiererin.

»äh ja,… du kannst aber auch ein Jahresticket kaufen… …«

Man sah ihr richtig an wie sie verunsichert war und dennoch versuchte auf den etwas schwierigen Kunden einzugehen. Doch ich ging mit einem Grinsen davon.


>Ein Paar Niemande wären vielleicht als Rückendeckung nicht schlecht<

Ich blickte mich um. In dieser Nebengasse war noch nie etwas los. Hier hatten sich jeglich ein paar Herzlose vor dem Licht versteckt und ihre Zeit vertrieben. Das schien der einzige Platz zu sein, der nicht beleuchtet war. Es war nahezu stockfinster hier. Ich suchte mir ein Stift und ein Blatt Papier um einem Plan auszuarbeiten. Nach einer Weile stellte ich fest, dass ich müde war und kurz davor einzuschlafen. Ich riss mich zusammen und überlegte mir weitere Schritte für den Plan.

>Axel hätte mir bestimmt geholfen<, schoss es mir urplötzlich in die Gedanken, >er kannte ja auch jeden kleinen Hintereingang des Schlosses.< Natürlich hätte ich mir mitten in dem Schloss ein Portal projizieren können, doch ich verwarf diesen Gedanken sofort, da es zu auffällig wäre. >Nun ja du bist nicht wirklich weit gekommen…<, sagte ich zu mir und entschied mich noch ein bisschen die Umgebung zu studieren und endlich auf einen klaren Gedanken zu kommen.


»Hihi guck der Typ da, der hat auch so ein komischen Umhang um!«,

brüllte mir ein ca. 11 jähriges Kind ins Ohr und darauf sein noch kleinerer Begleiter:

»Ja, genauso wie der Typ von vorhin! Die scheint es ja viel zu geben. Wie in einem richtigen Club«

Schlagartig drehte ich mich um

»Sekte!«

»Hä?«

»Nicht „Club“ sondern „Sekte“ ,bitte«

»Was ist denn eine Sekte?«

»Ein Club der v i e l cooler ist und ein richtigen Treff hat, also bevor du das nächste Mal „Club“ in den Mund nimmst überleg vorher ob du cool sein willst oder nicht. Merk dir das, ja?«

»Wow, du weißt echt viel! Und zu einer Sekte gehören auch solche coolen Umhänge?«

»Natürlich! Aber sag mal wo hast du den anderen mit dem „Umhang“ gesehen?«

»Äh ein bisschen weiter die Straße hinunter er ging in die 3. Seitengasse hinein«

»danke«

Ich ging weiter und schüttelte den Kopf wie leichtgläubig die Kinder doch waren. Aber ich hatte ein Anhaltspunkt, dass sich jemand von uns hier war. So schnell ich nur konnte rannte ich die Straße runter. Die letzten paar Meter schlidderte ich, um dann doch noch rechzeitig in die Gasse zu stolpern.


hhh…buääääh«

Tönte es mir entgegen als ich in einen doch recht stabil gebauten Mann rannte. Ich blickte langsam hoch und musste feststellen, dass die Kinder sich wohl geirrt haben, denn diese Person trug zwar eine schwarze Kutte, jedoch war der Mantel nicht annähernd so wie Unserer.

»Nicht, so schnell junger Mann«

»Es… tut mir leid, ich war unvorsichtig.«

Der Mann lächelte und ging weiter. Wie ich es hasste für alle nur ein Kind darzustellen!

Nun war auch mein letzter Funken Hoffnung erloschen, dass die Organisation XII noch bestand. Langsam ging ich die Straßen entlang, hier schien das Viertel reicher zu sein. Gerade noch saßen Bettler auf der Straße und nun funkelte die Stadt aus allen Ecken. Ich streifte zwischen den Menschen umher, wie sie lachten und glücklich waren mach mich nur noch zorniger und einsamer als ich schon war. Ich hörte irgendwann auf, meine Umgebung zu beachten, dennoch erregte ein Geschäft meine Aufmerksamkeit. Es war ein Sklavenverkauf. Was auch immer ich darin wollte, ich ging hinein, erntete zwar skeptische Blicke der anderen Kunden, aber das war mir egal, ich lief immer tiefer in das Geschäft und sah mir nach und nach die verschiedenen Sklaven an, wie sie sich an das Gitter ihres Käfigs hingen und einen bettelnd ansahen. Neben jeder Zelle stand ein Schild- es erinnerte an die Informationsschilder im Zoo- auf dem die Anzahl der Personen, ihre Fähigkeiten und Alter drauf standen. Als ich ganz hinten ankam las ich vor der letzen Zelle, dass es insgesamt 5 Inhaftierte waren, jedoch hingen nur 4 an dem Gitter, um sich zu präsentieren. Aber sie nahmen auch den gesamten Platz ein, sodass man nicht sehen konnte wer der 5. war.

»Tretet zur Seite!«

Mein Tonfall überraschte mich selbst. Er kam mir fremd vor, als ob ich diesen Satz nicht gesagt hätte, sondern jemand Anderes. Aber auch zu meinem Überraschen spurten die 4 ohne eine winzigkleine Bemerkung. Der vermisste 5. saß lässig auf einem Ding, das wahrscheinlich eine Art Bett darstellen sollte. Man sah jedoch nur die Umrisse, da er im Schatten saß.

»He, du! Du da hinten! Komm mal nach vorn, ich will dich näher betrachten!«

Dieser Tonfall schien sich gerade bei mir festgesetzt zu haben, denn ich konnte ihn nicht ablegen.

»Ich wäre ganz bestimmt ein schlechter Sklave. Mach dir keine Hoffnung, ich verharre hier schon länger als jeder Andere, also warum solltest gerade DU an mir gefallen finden?«

»…«

Ich war wie gebannt. Diese Stimme war mir nicht nur Vertraut, nein sie war ein Teil meines Lebens geworden. Mir stockte der Atem. Nun war ich der Verwirrte. Ohne zu wissen was ich tun sollte, entschied ich mich zu antworten, auch wenn ich keine vollständigen Sätze mehr aus mir heraus bekam:

»Weil…ich nur…«,

>Was „nur“< schoss mir durch den Kopf, denn ich hatte keine Ahnung wie ich ihm klar machen konnte, wer ich bin, ohne dass die Anderen Wind bekämen.

»…Niemande dulde.«

Und siehe an, er schien verwirrt zu sein, sogar ein bisschen zusammen zu zucken. Er erhob sich, trat ins Licht, aber wagte es nicht aufzublicken, sah stets auf den Boden. Er hatte seine Kapuze über dem Kopf gezogen. Die anderen 4 Sklaven schienen sich vor ihm zu fürchten, denn sie machten ihm Platz. Erst als er dicht vor mir stand blickte er mich an und in seinem Gesicht machte sich ein breites Grinsen bemerkbar. Ich sah nicht viel von ihm aber seine roten Haare kitzelten mir im Gesicht.
2.Kapitel- kleine Fortschritte

2.Kapitel

kleine Fortschritte


Axel strahlte wie ein heller Stern. Er musste wohl schon alle Hoffnungen aufgegeben haben. So glücklich war er schon lange nicht mehr und es bewegte mich zu tiefst, dass er sich nur wegen mir freute.

»Es ist wie früher, nur dass uns dieses Gitter trennt«

Es klang zwar ein bisschen schnulzig, aber wo er Recht hat, hat er Recht. Axel streichelte mir übers Haar, vergriff sich dann in es und zog mein Gesicht näher zu sich heran:

»Hol mir hier raus! Und beeile dich, Roxas!«

Dann lies er von mir ab und drehte sich wieder, um auf seinen Platz zu gehen, doch ich griff nach seinem Arm und schüttelte den Kopf

»Tststs...nicht in diesem Ton mit deinem zukünftigen Herrn!«

Ich machte eine Bewegung um Axel mitzuteilen, dass ich kein Geld hab und erst etwas verdienen muss. Lächelnd drehte ich mich um, ging nach vorn und wurde auch sogleich von einem älteren Mann mit Glatze empfangen:

»Mein Herr, haben Sie Interesse an einem meiner Männer gefunden?«

»Hmmm… Sie haben schon ein paar gute Männer, jedoch scheint es mir so, als bräuchten manche noch richtige Erziehung.«

»Ah, Sie sprechen den Mann in der letzten Zelle an…Er ist etwas schwierig, aber wenn Sie ihn haben wollen, lässt sich auch gewiss im Preis etwas machen: meine Männer verkaufe ich normalerweise für 2000 Taler, aber Sie müssen für ihn nur 1500 Taler Zahlen.«

»1500 Taler für einen solch ungehorsamen Strolch? Nein… darauf lasse ich mich nicht ein: 1000 Taler«

»1250 und keinen weniger!«

»Hmmm… abgemacht 1250 Taler. Ich werde Ihnen nachher das Geld bringen, dann will ich meinen Mann in Topzustand sehen!«

Nach dem, verlies ich das Geschäft und war überrascht, dass der Preis so gedrückt wurde. Aber ich musste erst einmal so viel Geld zusammen kriegen. Ich erinnerte mich, dass man ich Twillight Town schnell ein paar Taler verdienen konnte. Dennoch musst ich mich beeilen, rannte zurück in die dunkle Nebengasse. Dort angelangt, legte ich mein Hand an die Wand und schon hatte ich mein Portal nach Twillight Town. Ich kam mitten im Tram-Forum raus, doch zu meinem Glück war Niemand hier, der mich gesehen haben könnte. Ich lief ein wenig herum und entdeckte recht bald ein Aushängeplakat mit Jobs:

„Plakate ankleben“

„Müll entsorgen“

„Bienen jagen“

Ich suchte mir jeweils die Adressen der betroffenen Personen heraus und erledigte Job für Job. Ich begann damit die Bienen zu jagen und meine „Arbeitsgeberin“ war überrascht wie schnell ich fertig war und gab mir 50 Taler. Danach entsorgte ich Müll. Ich ging durch ganz Twillight Town und sammelte den Müll ein. Nach ca. 1 Stund kam ich mit einem riesen Sack Müll an und bekam 150 Taler. Als aller letztes ging ich Plakate ankleben. Der Mann schien es eilig zu haben und meinte umso schneller ich wäre umso mehr Geld würde ich bekommen. Und auch diese Aufgabe brachte ich hinter mich um dann anschließend 200 Taler zu verdienen. Nun hatte ich schon 500 Taler in ca. 1 ½ Stunden. Ich ging die Anhöhe weiter und dort hing ein weiterer Aushang:

„Briefe austragen“

„Lieferung vom Bergbau“

„Ballkünstler“

Und auch hier erledigte ich jeden Job so gut ich konnte, versagte jedoch in dem Umgang mit dem Ball. Und auch beim Liefern von Säcken in eine Garage brach ich nach einer Weile zusammen. Aber ich durfte nicht Aufgeben! Ich versuchte es immer wieder und verdiente mir mit meinen 500 Talern insgesamt 1100 Taler. Total K.O. schleifte ich mich durch die Straßen… Mir fehlten immer noch 150 Taler um Axel zu befreien. Müde und mit letzter Kraft erschaffte ich mir mein Portal zurück in die dunkle Gasse. Ich seufzte und überlegte ich mir wie ich noch 150 Taler zusammen bekommen konnte. Hier musste es doch auch Geld zu verdienen geben. Ich ging zu Zentrale um mich zu erkundigen. Doch ich kam nicht dazu, denn ich traf mitten im Getümmel Razuky wieder. Sie Lächelte:

»So trifft man sich wieder«

Ich nickte nur…

»Weißt du wo man hier ein bisschen Geld verdienen kann?«

»Geld? Bist wohl knapp bei Kasse… hmmm eigentlich hat hier jeder eine feste Arbeitsstelle. Wie viel Taler brauchst du denn??«

»150… «

»… weißt du was? Ich kann dir etwas leihen, 150 sind ja nicht allzu viel«

>150? Nicht viel?? Sie muss ja viel verdienen.<,

Ich war mir unsicher, aber ging drauf ein. Aber sie verlangte die Taler irgendwann zurück und gab mir deshalb ihre Adresse. Doch dies war für mich in diesem Moment nicht wichtig und ich machte mir auch keine Gedanken, warum sie mir so urplötzlich Geld geliehen hat. Ich rannte so schnell ich nur konnte zurück zu dem Sklavenhändler, doch zu meinem überraschen wartete er noch nicht auf mich sondern schien überhaupt nicht damit gerechnet zu haben, dass ich so früh kommen würde. Dennoch war Axel schon bereit gemacht worden. Ich übergab dem Händler die Taler, er zählte nach und nickte. In diesem Moment wurde Axel nach vorne Gebracht und mir ausgehändigt. Seine Hände waren hinter seinem Rücken zusammengebunden. Ich nahm das Seil an dem er gefesselt war und ging nach draußen. Dort löste ich seine Fesseln. Seine Handgelenke waren rot und bluteten ein bisschen. Doch es schien Axel nichts auszumachen, stattdessen viel er mir um den Hals. Obwohl ich kein Herz habe spürte ich wie mein Blut in meinem Hals pulsierte. Axel hatte mich noch nie umarmt. Ich spürte wie mein Gesicht anfing zu Glühen. Was war mit mir los? Ich brachte auch kein Ton mehr heraus. Schon vorhin, als er mir übers Haar strich, hatte ich so ein kribbeln im Bauch. Ich schüttelte mich wach es galt nun das Schloss zurück zu erobern! Ich berichtete Axel alles was geschehen war. Das im Schloss, meine harte Arbeit, aber auch das mit Razuky. Axel traute dieser Razuky nicht und meinte, dass ich das Geld nicht vorbeibringen solle, sondern nur in den Briefkasten stecken.

»Was weißt du genaues über die Anderen 11 der Organition?«

»Nicht viel… ich kann mich nicht mal an einige Gesichter erinnern«

>Was?... Was ist in der Zeit geschehen in der ich weg war?<

»Wie…wie lang ist… es her… das ich hier war?«, stotterte ich

»Ich weiß nicht genau… aber 10 Jahre vielleicht?«

Was? 10 Jahre?? Das konnte nicht sein! Und wenn doch, wo war ich in den letzten 8? Ich war verwirrt… dies und die Legende von dem Jungen… war das Dieser in meinen Träumen? Der mit dem Schlüsselschwert. Doch ich konnte mich nicht an seinen Namen erinnern. Axel sah mich besorgt an:

»Was hast du? Du bist so still. Hat es dich so erschreckt?«

»Weißt du, Axel, ich bin nur 2 Jahre weg gewesen. Und dann kehre ich nach Hause zurück und alles ist anders. Razuky erzählte von einer Legende in der es 300 Jahre her ist, als sie diese Welt einnahmen und du …«

Ich konnte nicht weitersprechen, da Axel mir den Zeigfinger vor den Mund hielt:

»sch sch…alles ist in Ordnung. Du kannst nichts dafür. Wenn du dabei gewesen wärest, dann hätte ich dich vielleicht auch verloren«

Sein Gesicht war unmittelbar vor dem meinem. Ich hatte das Gefühl gleich in Ohnmacht zu fallen. War ich ihm wirklich so wichtig? Oder sagte er das nur weil ich ihn befreit hatte? Ich hatte meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle, sodass ich ihn einfach drückte und ein Danke ins Ohr säuselte. Zu meinen Erstaunen wehrte Axel sich nicht gegen mich, nein ganz im Gegenteil! Er erwiderte meine Umarmung und schien es sogar zu genießen. Es war ein Augenblick des Glücks. Es tat mir gut einfach dar zu stehen und sich um nichts sorgen zu müssen. Einfach dar zu stehen und Axel zu spüren. Doch dieser Moment verflog wie ein Schmetterling auf einer Blume und so kam Prolog

Prolog


Nun steht meine Entscheidung fest – ich werde meine Heimat verlassen… so viele Fragen! Die Antworten scheinen so fern zu sein. Vielleicht finde ich in den anderen Welten eine Antwort. Ich werde mein Schlüsselschwert mitnehmen. Warum hat es ausgerechnet mich auserwählt? Ich habe keine Besonderen Fähigkeiten. Ich bin lediglich ein Niemand, der in der Organisation VII nur wegen es aufgenommen wurde. Die Organisation… ich kann mich nicht mehr an mein leben erinnern bevor ich eingetreten war. Was war ich vorher für ein Wesen? Und wie ist das Gefühl ein Herz zu haben? Werde ich jemals eines bekommen? Und wenn was wird dann aus mir? Ich packe meine Tasche indem ich meine Kutte überziehe und mich noch einmal versichere, dass das Schlüsselschwert immer noch auf „Befehl“ erscheint. Ich trete vor die Schlosstüren, drehe mich nicht mehr um und gehen durch diese. Niemand weiß von meinem Vorhaben. Ich schleife mich die Straßen entlang. Als es plötzlich von hinter mir tönt:

»Du willst also wirklich gehen?«

»Ich will wissen warum mich das Schlüsselschwert auserkoren hat«

»Du kannst der Organisation nicht einfach den Rücken kehren!«

»Mich würde keiner vermissen…«

»Das stimmt nicht! Ich schon…«

Als ich das hörte liefen mir die Tränen das Gesicht hinunter, doch mein Entschluss war endgültig. Also ging ich weiter und hoffte, dass ich nicht weiter aufgehalten werde.
1. Kapitel- Alles anders...?

1. Kapitel

Alles anders...?


An der Wand erschien ein schwarzes Portal und ich trat daraus hervor.

>endlich wieder zu Haus…<,

dachte ich und blickte um mich … doch es sah alles anders aus…ich hielt inne es schien ein Rummel zu sein, in dem viele verschiedene Menschen herum liefen und lautstark tratschten… hatte ich mich in der Welt geirrt? ...nein so etwas ist mir noch nie passiert… Ich war verwirrt. Was ist hier passiert? Woher kommen

die ganzen Menschen? Was ist aus der Organisation XII geworden? Was ist mit Kingdom Hearts passiert? Wer ist für das alles verantwortlich?

Ich mich entschied mal die Stadt zu erkunden. Als ich gerade gehen wollte, hielt mich eine Hand an der Schulter und ich drehte mich blitzartig, voller Hoffnung um. Doch dort stand eine mir unbekannte Person.

»Du scheinst, als ob du Hilfe bräuchtest. Ich kann dir helfen«, sagte sie und grinste ein wenig schief. Und kaum das ich antworten konnte, packte sie mich am Arm und riss mich ins Getümmel mit hinein.

»B…bist du ein Mitglied?«

»Mitglied? Wovon?« die Person sah mich mit einem beängstigenden Blick an.

Ich beschloss das Thema zu wechseln, schüttelte leicht den Kopf um ihr klar zu machen dass ich nicht weiter drauf eingehen will.

»Woher kommen die ganzen Menschen bzw. was machen sie hier??«

»Was sollte sie machen, sie leben hier und heute ist Basar, wie es jeden Mittwoch ist…«

»…«

»ich bin übrigens Razuky«

»freut mich dich kennen zu lernen, ich bin…«, ich hielt kurz inne… sollte ich Razuky meinen richtigen Namen nennen? Wer weiß ob sie mich nicht angelogen hat…

»Ronak…ich komme vom Schloss Aldaines«

»Interessant… na gut… ah, hier ist unsere Zentrale… dieser Turm stand schon als wir diese Welt hier bezogen haben…«

»Bezogen?«,

nun stand es fest ich hatte mich nicht geirrt hier war ich zu haus, aber was passierte mit den anderen der Organisation XII??

»Ja, laut der Legende geschah es vor ca. 300 Jahren: als unseren Vorfahren in diese Welt kamen lief ihnen ein kleiner Junge über den Weg, dieser Junge löschte nach und nach alle hier aus und verschwand dann in so einem Herz…nun war der Weg frei…«

300 Jahre? Dies konnte nicht sein, da ich nur 2 Jahre fort war. Doch ich konnte ja nicht ahnen, dass sich hier alles ändern würde. Ich hätte alles verhindern können. Aber wenn es wirklich 300 Jahre her war, wo war ich dann?? Warum bin ich immer noch ein Kind, oder lebe ich gar nicht mehr? Dass ich nicht existiere war mir klar, aber ich lebte dennoch, oder? Vielleicht habe ich auch mit dem Leben aufgehört, als ich zum Niemand wurde…?

»Kleiner Junge….Hmmm….und er kam nie wieder aus diesem Herz heraus??«

»Nein, es verschwand irgendwann, seit dem haben wir auch keinen Mond mehr…«

Ich sah um mich und erkannte im Hintergrund unser Schloss, das Schloss der Organisation XII… und das Herz… konnte Kingdom Hearts einfach verschwinden? Das Herz aller Welten? Die ganze Arbeit die wir in es hinein gesteckt haben… einfach verschwunden? NEIN das konnte nicht sein!

»Und das Schloss??«

» Ja, das ist zu einer Attraktion geworden«

»…«

»Nun ja, ich muss dann auch mal wieder, aber hier in der Zentrale findest du genügen Info-Zettel oder hilfsbereite Menschen…«,

Razuky lächelte, drehte sich um und verschwand in den Massen. Nun war ich allein. Allein in meiner Heimat und dennoch mir unbekannten Welt. Man sah richtig wie bewohnt alles war, denn überall war Licht in den Häusern und an den Straßen standen Laternen, es war so hell, es hätte eigentlich auch Tag sein können. Dennoch ist es hier immer Nacht. Den Menschen schien dies nichts auszumachen. Ich seufzte und beschloss einmal zum Schloss zu gehen. Ich kaufte mir eine Eintrittskarte und ging hinein. Es war alles so wir ich es zurück gelassen hatte… ein warmes Gefühl durchströmte meinen Körper…obwohl ich kein Herz habe, liebte ich diesen Ort. Und ich musste mich an Axel erinnern, wie wir hier immer Spaß hatten… doch warum bin ich gegangen, obwohl ich wusste das er mich so vermissen würde, warum musste ich unbedingt allein gehen… ich vermisse Axel heute noch…obwohl so gut wie keine Chance bestand dass er noch lebte. Ich seufzte erneut.

>Ich habe meinen einzigen Freund allein zurück gelassen und konnte ihm nicht mal mehr helfen wenn es ihm schlecht erging<,

dachte ich und ging weiter die Treppe hinab. Diese führte in den Kerker. Den hatten wir so gut wie nie gebraucht, nur wenn ein paar Niemande nicht nach Xemnas pfeife tanzten. Aber wirklich umgesehen habe ich mich noch nie hier unten. Ich hatte auch keinen Grund unnötig durchs Schloss zu laufen wenn ich mir doch meine eigenen Türen erschaffen konnte. Plötzlich hielt mich ein do not enter –Schild vom weitergehen ab.

Ich sah mich um, doch hier unten war niemand nicht einmal eine Kamera oder sonstiges angebracht… dieser Teil des Schlosses schien nicht sonderlich besucht zu sein. Ich blickte kurz zurück um mich zu versichern, dass niemand hier war, überschritt das Schild und war nun kurz vorm Saal in dem wir immer tagten…ich wusste noch genau auf welchem Platz wer saß. Ich setzte mich, wie ich es gewohnt war, auf meinen Platz…die Halle kam mir so riesig vor. Xemnas hatte mich ja eigentlich nur wegen des Schlüsselschwertes in die Organisation aufgenommen. Ich hatte mich gegen Hunderten von Herzlosen beweisen müssen. Doch ich hielt jedem Druck stand. Ich musste unbedingt in die Orga-

»Hey du! Junge komm sofort da hinunter! Dies hier ist ein Museum und kein Spielplatz!«

Eine männliche, strenge Stimme riss mich aus den Gedanken. Und irgendwie erzürnte mich dieser Satz!

»Spielplatz? Nein ganz sicher nicht! Und was gibt dir das recht u n s e r Schloss als „Museum“ zu bezeichnen!?!« Mir liefen die Tränen das Gesicht hinunter und ich war kurz davor auf den Mann einzuschlagen, lies aber dann doch von ihm ab. Noch war ich zu Schwach um alle Menschen besiegen zu können. Nachdem ich mich entschuldigt hatte drehte ich mich um, ohne auf ihn einzugehen und verlies den Raum. Ich gab mir einen Ruck und schlenderte die Treppe hinauf, doch Rache stand auf der obersten Tagesordnung.

»Nicht lange und ich werde wieder kehren, also merken Sie sich mein Gesicht!« ,

sagte ich dann zu der etwas irritierten Kassiererin.

»äh ja,… du kannst aber auch ein Jahresticket kaufen… …«

Man sah ihr richtig an wie sie verunsichert war und dennoch versuchte auf den etwas schwierigen Kunden einzugehen. Doch ich ging mit einem Grinsen davon.


>Ein Paar Niemande wären vielleicht als Rückendeckung nicht schlecht<

Ich blickte mich um. In dieser Nebengasse war noch nie etwas los. Hier hatten sich jeglich ein paar Herzlose vor dem Licht versteckt und ihre Zeit vertrieben. Das schien der einzige Platz zu sein, der nicht beleuchtet war. Es war nahezu stockfinster hier. Ich suchte mir ein Stift und ein Blatt Papier um einem Plan auszuarbeiten. Nach einer Weile stellte ich fest, dass ich müde war und kurz davor einzuschlafen. Ich riss mich zusammen und überlegte mir weitere Schritte für den Plan.

>Axel hätte mir bestimmt geholfen<, schoss es mir urplötzlich in die Gedanken, >er kannte ja auch jeden kleinen Hintereingang des Schlosses.< Natürlich hätte ich mir mitten in dem Schloss ein Portal projizieren können, doch ich verwarf diesen Gedanken sofort, da es zu auffällig wäre. >Nun ja du bist nicht wirklich weit gekommen…<, sagte ich zu mir und entschied mich noch ein bisschen die Umgebung zu studieren und endlich auf einen klaren Gedanken zu kommen.


»Hihi guck der Typ da, der hat auch so ein komischen Umhang um!«,

brüllte mir ein ca. 11 jähriges Kind ins Ohr und darauf sein noch kleinerer Begleiter:

»Ja, genauso wie der Typ von vorhin! Die scheint es ja viel zu geben. Wie in einem richtigen Club«

Schlagartig drehte ich mich um

»Sekte!«

»Hä?«

»Nicht „Club“ sondern „Sekte“ ,bitte«

»Was ist denn eine Sekte?«

»Ein Club der v i e l cooler ist und ein richtigen Treff hat, also bevor du das nächste Mal „Club“ in den Mund nimmst überleg vorher ob du cool sein willst oder nicht. Merk dir das, ja?«

»Wow, du weißt echt viel! Und zu einer Sekte gehören auch solche coolen Umhänge?«

»Natürlich! Aber sag mal wo hast du den anderen mit dem „Umhang“ gesehen?«

»Äh ein bisschen weiter die Straße hinunter er ging in die 3. Seitengasse hinein«

»danke«

Ich ging weiter und schüttelte den Kopf wie leichtgläubig die Kinder doch waren. Aber ich hatte ein Anhaltspunkt, dass sich jemand von uns hier war. So schnell ich nur konnte rannte ich die Straße runter. Die letzten paar Meter schlidderte ich, um dann doch noch rechzeitig in die Gasse zu stolpern.


hhh…buääääh«

Tönte es mir entgegen als ich in einen doch recht stabil gebauten Mann rannte. Ich blickte langsam hoch und musste feststellen, dass die Kinder sich wohl geirrt haben, denn diese Person trug zwar eine schwarze Kutte, jedoch war der Mantel nicht annähernd so wie Unserer.

»Nicht, so schnell junger Mann«

»Es… tut mir leid, ich war unvorsichtig.«

Der Mann lächelte und ging weiter. Wie ich es hasste für alle nur ein Kind darzustellen!

Nun war auch mein letzter Funken Hoffnung erloschen, dass die Organisation XII noch bestand. Langsam ging ich die Straßen entlang, hier schien das Viertel reicher zu sein. Gerade noch saßen Bettler auf der Straße und nun funkelte die Stadt aus allen Ecken. Ich streifte zwischen den Menschen umher, wie sie lachten und glücklich waren mach mich nur noch zorniger und einsamer als ich schon war. Ich hörte irgendwann auf, meine Umgebung zu beachten, dennoch erregte ein Geschäft meine Aufmerksamkeit. Es war ein Sklavenverkauf. Was auch immer ich darin wollte, ich ging hinein, erntete zwar skeptische Blicke der anderen Kunden, aber das war mir egal, ich lief immer tiefer in das Geschäft und sah mir nach und nach die verschiedenen Sklaven an, wie sie sich an das Gitter ihres Käfigs hingen und einen bettelnd ansahen. Neben jeder Zelle stand ein Schild- es erinnerte an die Informationsschilder im Zoo- auf dem die Anzahl der Personen, ihre Fähigkeiten und Alter drauf standen. Als ich ganz hinten ankam las ich vor der letzen Zelle, dass es insgesamt 5 Inhaftierte waren, jedoch hingen nur 4 an dem Gitter, um sich zu präsentieren. Aber sie nahmen auch den gesamten Platz ein, sodass man nicht sehen konnte wer der 5. war.

»Tretet zur Seite!«

Mein Tonfall überraschte mich selbst. Er kam mir fremd vor, als ob ich diesen Satz nicht gesagt hätte, sondern jemand Anderes. Aber auch zu meinem Überraschen spurten die 4 ohne eine winzigkleine Bemerkung. Der vermisste 5. saß lässig auf einem Ding, das wahrscheinlich eine Art Bett darstellen sollte. Man sah jedoch nur die Umrisse, da er im Schatten saß.

»He, du! Du da hinten! Komm mal nach vorn, ich will dich näher betrachten!«

Dieser Tonfall schien sich gerade bei mir festgesetzt zu haben, denn ich konnte ihn nicht ablegen.

»Ich wäre ganz bestimmt ein schlechter Sklave. Mach dir keine Hoffnung, ich verharre hier schon länger als jeder Andere, also warum solltest gerade DU an mir gefallen finden?«

»…«

Ich war wie gebannt. Diese Stimme war mir nicht nur Vertraut, nein sie war ein Teil meines Lebens geworden. Mir stockte der Atem. Nun war ich der Verwirrte. Ohne zu wissen was ich tun sollte, entschied ich mich zu antworten, auch wenn ich keine vollständigen Sätze mehr aus mir heraus bekam:

»Weil…ich nur…«,

>Was „nur“< schoss mir durch den Kopf, denn ich hatte keine Ahnung wie ich ihm klar machen konnte, wer ich bin, ohne dass die Anderen Wind bekämen.

»…Niemande dulde.«

Und siehe an, er schien verwirrt zu sein, sogar ein bisschen zusammen zu zucken. Er erhob sich, trat ins Licht, aber wagte es nicht aufzublicken, sah stets auf den Boden. Er hatte seine Kapuze über dem Kopf gezogen. Die anderen 4 Sklaven schienen sich vor ihm zu fürchten, denn sie machten ihm Platz. Erst als er dicht vor mir stand blickte er mich an und in seinem Gesicht machte sich ein breites Grinsen bemerkbar. Ich sah nicht viel von ihm aber seine roten Haare kitzelten mir im Gesicht.
2.Kapitel- kleine Fortschritte

2.Kapitel

kleine Fortschritte


Axel strahlte wie ein heller Stern. Er musste wohl schon alle Hoffnungen aufgegeben haben. So glücklich war er schon lange nicht mehr und es bewegte mich zu tiefst, dass er sich nur wegen mir freute.

»Es ist wie früher, nur dass uns dieses Gitter trennt«

Es klang zwar ein bisschen schnulzig, aber wo er Recht hat, hat er Recht. Axel streichelte mir übers Haar, vergriff sich dann in es und zog mein Gesicht näher zu sich heran:

»Hol mir hier raus! Und beeile dich, Roxas!«

Dann lies er von mir ab und drehte sich wieder, um auf seinen Platz zu gehen, doch ich griff nach seinem Arm und schüttelte den Kopf

»Tststs...nicht in diesem Ton mit deinem zukünftigen Herrn!«

Ich machte eine Bewegung um Axel mitzuteilen, dass ich kein Geld hab und erst etwas verdienen muss. Lächelnd drehte ich mich um, ging nach vorn und wurde auch sogleich von einem älteren Mann mit Glatze empfangen:

»Mein Herr, haben Sie Interesse an einem meiner Männer gefunden?«

»Hmmm… Sie haben schon ein paar gute Männer, jedoch scheint es mir so, als bräuchten manche noch richtige Erziehung.«

»Ah, Sie sprechen den Mann in der letzten Zelle an…Er ist etwas schwierig, aber wenn Sie ihn haben wollen, lässt sich auch gewiss im Preis etwas machen: meine Männer verkaufe ich normalerweise für 2000 Taler, aber Sie müssen für ihn nur 1500 Taler Zahlen.«

»1500 Taler für einen solch ungehorsamen Strolch? Nein… darauf lasse ich mich nicht ein: 1000 Taler«

»1250 und keinen weniger!«

»Hmmm… abgemacht 1250 Taler. Ich werde Ihnen nachher das Geld bringen, dann will ich meinen Mann in Topzustand sehen!«

Nach dem, verlies ich das Geschäft und war überrascht, dass der Preis so gedrückt wurde. Aber ich musste erst einmal so viel Geld zusammen kriegen. Ich erinnerte mich, dass man ich Twillight Town schnell ein paar Taler verdienen konnte. Dennoch musst ich mich beeilen, rannte zurück in die dunkle Nebengasse. Dort angelangt, legte ich mein Hand an die Wand und schon hatte ich mein Portal nach Twillight Town. Ich kam mitten im Tram-Forum raus, doch zu meinem Glück war Niemand hier, der mich gesehen haben könnte. Ich lief ein wenig herum und entdeckte recht bald ein Aushängeplakat mit Jobs:

„Plakate ankleben“

„Müll entsorgen“

„Bienen jagen“

Ich suchte mir jeweils die Adressen der betroffenen Personen heraus und erledigte Job für Job. Ich begann damit die Bienen zu jagen und meine „Arbeitsgeberin“ war überrascht wie schnell ich fertig war und gab mir 50 Taler. Danach entsorgte ich Müll. Ich ging durch ganz Twillight Town und sammelte den Müll ein. Nach ca. 1 Stund kam ich mit einem riesen Sack Müll an und bekam 150 Taler. Als aller letztes ging ich Plakate ankleben. Der Mann schien es eilig zu haben und meinte umso schneller ich wäre umso mehr Geld würde ich bekommen. Und auch diese Aufgabe brachte ich hinter mich um dann anschließend 200 Taler zu verdienen. Nun hatte ich schon 500 Taler in ca. 1 ½ Stunden. Ich ging die Anhöhe weiter und dort hing ein weiterer Aushang:

„Briefe austragen“

„Lieferung vom Bergbau“

„Ballkünstler“

Und auch hier erledigte ich jeden Job so gut ich konnte, versagte jedoch in dem Umgang mit dem Ball. Und auch beim Liefern von Säcken in eine Garage brach ich nach einer Weile zusammen. Aber ich durfte nicht Aufgeben! Ich versuchte es immer wieder und verdiente mir mit meinen 500 Talern insgesamt 1100 Taler. Total K.O. schleifte ich mich durch die Straßen… Mir fehlten immer noch 150 Taler um Axel zu befreien. Müde und mit letzter Kraft erschaffte ich mir mein Portal zurück in die dunkle Gasse. Ich seufzte und überlegte ich mir wie ich noch 150 Taler zusammen bekommen konnte. Hier musste es doch auch Geld zu verdienen geben. Ich ging zu Zentrale um mich zu erkundigen. Doch ich kam nicht dazu, denn ich traf mitten im Getümmel Razuky wieder. Sie Lächelte:

»So trifft man sich wieder«

Ich nickte nur…

»Weißt du wo man hier ein bisschen Geld verdienen kann?«

»Geld? Bist wohl knapp bei Kasse… hmmm eigentlich hat hier jeder eine feste Arbeitsstelle. Wie viel Taler brauchst du denn??«

»150… «

»… weißt du was? Ich kann dir etwas leihen, 150 sind ja nicht allzu viel«

>150? Nicht viel?? Sie muss ja viel verdienen.<,

Ich war mir unsicher, aber ging drauf ein. Aber sie verlangte die Taler irgendwann zurück und gab mir deshalb ihre Adresse. Doch dies war für mich in diesem Moment nicht wichtig und ich machte mir auch keine Gedanken, warum sie mir so urplötzlich Geld geliehen hat. Ich rannte so schnell ich nur konnte zurück zu dem Sklavenhändler, doch zu meinem überraschen wartete er noch nicht auf mich sondern schien überhaupt nicht damit gerechnet zu haben, dass ich so früh kommen würde. Dennoch war Axel schon bereit gemacht worden. Ich übergab dem Händler die Taler, er zählte nach und nickte. In diesem Moment wurde Axel nach vorne Gebracht und mir ausgehändigt. Seine Hände waren hinter seinem Rücken zusammengebunden. Ich nahm das Seil an dem er gefesselt war und ging nach draußen. Dort löste ich seine Fesseln. Seine Handgelenke waren rot und bluteten ein bisschen. Doch es schien Axel nichts auszumachen, stattdessen viel er mir um den Hals. Obwohl ich kein Herz habe spürte ich wie mein Blut in meinem Hals pulsierte. Axel hatte mich noch nie umarmt. Ich spürte wie mein Gesicht anfing zu Glühen. Was war mit mir los? Ich brachte auch kein Ton mehr heraus. Schon vorhin, als er mir übers Haar strich, hatte ich so ein kribbeln im Bauch. Ich schüttelte mich wach es galt nun das Schloss zurück zu erobern! Ich berichtete Axel alles was geschehen war. Das im Schloss, meine harte Arbeit, aber auch das mit Razuky. Axel traute dieser Razuky nicht und meinte, dass ich das Geld nicht vorbeibringen solle, sondern nur in den Briefkasten stecken.

»Was weißt du genaues über die Anderen 11 der Organition?«

»Nicht viel… ich kann mich nicht mal an einige Gesichter erinnern«

>Was?... Was ist in der Zeit geschehen in der ich weg war?<

»Wie…wie lang ist… es her… das ich hier war?«, stotterte ich

»Ich weiß nicht genau… aber 10 Jahre vielleicht?«

Was? 10 Jahre?? Das konnte nicht sein! Und wenn doch, wo war ich in den letzten 8? Ich war verwirrt… dies und die Legende von dem Jungen… war das Dieser in meinen Träumen? Der mit dem Schlüsselschwert. Doch ich konnte mich nicht an seinen Namen erinnern. Axel sah mich besorgt an:

»Was hast du? Du bist so still. Hat es dich so erschreckt?«

»Weißt du, Axel, ich bin nur 2 Jahre weg gewesen. Und dann kehre ich nach Hause zurück und alles ist anders. Razuky erzählte von einer Legende in der es 300 Jahre her ist, als sie diese Welt einnahmen und du …«

Ich konnte nicht weitersprechen, da Axel mir den Zeigfinger vor den Mund hielt:

»sch sch…alles ist in Ordnung. Du kannst nichts dafür. Wenn du dabei gewesen wärest, dann hätte ich dich vielleicht auch verloren«

Sein Gesicht war unmittelbar vor dem meinem. Ich hatte das Gefühl gleich in Ohnmacht zu fallen. War ich ihm wirklich so wichtig? Oder sagte er das nur weil ich ihn befreit hatte? Ich hatte meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle, sodass ich ihn einfach drückte und ein Danke ins Ohr säuselte. Zu meinen Erstaunen wehrte Axel sich nicht gegen mich, nein ganz im Gegenteil! Er erwiderte meine Umarmung und schien es sogar zu genießen. Es war ein Augenblick des Glücks. Es tat mir gut einfach dar zu stehen und sich um nichts sorgen zu müssen. Einfach dar zu stehen und Axel zu spüren. Doch dieser Moment verflog wie ein Schmetterling auf einer Blume und so kam es das Axel und ich zurück zum Schloss zu gehen. Wir standen davor und bewunderten es. Unser Heim, unser Eigentum. Axel grinste mich an und ich nickte zurück. Wir waren bereit unser Schloss zurück zu holen. Wir beide schufen so viele Nimande wie es uns möglich war. Eine Armee von mehr als 1000 Nimanden stürmte auf das Schloss zu und ganz vorn waren wir! Axel rief noch nach hintern das sie die Einrichtung nicht zerstören sollen aber sonst mit allen tun und lassen können was sie wollten. Ich war mir nicht ganz sicher ob es wirklich alle gehört haben, aber es musste so sein. Kaum waren wir im Schloss drin, begannen die Nimande auf die Massen loszugehen. Ein Geschrei brach aus. Axel schien richtig Spaß an der Sache zu haben, er tanzte durch die Gänge, lies hier und da ein Funken fliegen. Bald war das Haus leer. Die Polizei ließ nicht lange auf sich warten. Sie stürmte das Haus, jedoch waren jegliche Angriffe zwecklos. Es gab niemanden der es schaffte Axels Feuerschild zu durchbrechen. Dann startete ich einen Gegenangriff, mit den Schlüsselschwertern fest in der Hand, dauerte es keine 2 Minuten bis ich alle geschlagen hatte. Panisch rannten diejenigen, die es noch konnten, aus dem Schloss.

»Was meinst, Roxas, wollen wir ein paar gefangene machen?«

»Hmmm. Wäre bestimmt nicht schlecht. Wir könnten sie ein wenig gefügig machen«

»Ich dachte da eher an Erpressung. Diese Nichtskönner von Führen wollen bestimmt nich das wir die gesamte Welt auslöschen, oder?«

»Meinst du, wir sollten das Land hier regieren?«

»Warum denn nicht? Oder willst du dich lieber von diesem Abschaum rumschupsen lassen? Es werden sowieso nach und nach Herzlose draus«

Wir legten den Menschen Ketten an und schafften sie in den Kerker. Es war zwar niemand tödlich verletzt, aber wir verarzteten sie dennoch. Es sollte ja Niemand sterben, sondern nur als Geisel dienen.

Es waren jetzt alle Wege für unseren Plan offen und dennoch überkam mich ein ungutes Gefühl.


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